FBA #2 Lieferant gefunden und erste Ware bestellt
In meinem ersten FBA-Beitrag habe ich kurz geschildert, wie ich über AliExpress meine Artikel sourcen wollte – zwischenzeitlich habe ich mich von diesem Bezugsweg erst einmal verabschiedet. Im Blog von fbaingermany.com habe ich von Restpostenhändlern gelesen, die in Deutschland über Onlineplattformen ihre Ware vertreiben. Wenn man den Begriff googelt, erhält man auf einen Schlag genügend Anbieter – die meisten davon sind jedoch kostenpflichtig (Jahresgebühr) was mich erst einmal davon abgehalten hat dort zu bestellen. Derzeit macht es aus Produktsicht aber auch finanziell keine Sinn für mich für einen Zugang 60,00 Euro zu zahlen und dann natürlich noch die Kosten der ersten Bestellung – dafür sind die Produkte kurz gesagt nicht gut genug. Analog zu AliExpress habe ich damit begonnen nach geeigneten Artikel zu suchen und parallel den BSR (Bestsellerrang) und die Anbieter auf Amazon gecheckt. Hier kommen wieder meine Kriterien aus meinem ersten Beitrag ins Spiel.
Meine persönliche Wettbewerbskontrolle
Zur besseren Übersicht habe ich mir eine Excel Datei erstellt, in der ich jeden Tag den aktuellen Bestand der Wettbewerber eintrage und damit den Warenfluss überschaue. Ich möchte ein Gefühl dafür bekommen, wenn ein Produkt z.B. einen BSR unter 10.000 hat, wie viele Stück ein Lieferant pro Tag absetzt. Um den aktuellen Bestand herauszufinden, lege ich den Artikel jedes Anbieters in den Warenkorb und wählen im Dropdown die Stückzahl 10+ – anschließend gebe ich “999” ein, um damit die maximal Bestellmenge und damit den Lagerbestand zu sehen. Dieses Vorgehen klappt i.d.R. nur mit Angeboten, die mit PRIME Versand aus dem AMZ Warehouse versendet werden, da die Bestände ansonsten natürlich nicht immer stimmen müssen (Versand durch Anbieter direkt).
So sieht meine Liste aus:

Nachdem ich nun 3 Wochen lang in regelmäßigen Abständen die Bestände in die Liste eingetragen habe, habe ich einen Überblick wie oft sich die Artikel verkaufen und wann der Anbieter seinen Bestand aufstockt (auch ein Indikator für Grenzwerte, damit kein Out-of-Stock eintritt).
Lieferant gefunden und bestellt
Ich habe mich nach den Erfahrungen mit AliExpress und Restpostenplattformen nun auf lokale Anbieter fokussiert. Dabei bin ich auf einen Händler gestoßen, der im Raum Köln ansässig ist und einen weiteren aus dem Ruhrgebiet. Beide Internetauftritte der Händler machen einen guten Eindruck, was mich dazu bewegt mir einen Account dort anzulegen. Üblich dabei ist es das Gewerbe nachzuweisen (Gewerbeanmeldung vom Ordnungsamt), um als Wiederverkäufer freigeschaltet zu werden. Da ich derzeit als Kleinunternehmer nach §19 UStG agiere kaufe ich immer Brutto (inkl. Mwst.) ein und bin ebenso nicht Vorsteuerabzugsberechtigt. Die Registrierungen klappten ohne Probleme und dauerten max. 1 Tag bis zur Freischaltung.
Nebenbei…beim Suchen der Unterlagen ist mir eingefallen, dass mein Gewerbe noch auf meiner alten Adresse gemeldet ist. Da ich im November ´16 allerdings umgezogen bin, ist es also nicht mehr aktuell. Bedeutet: Neues Gewerbe bei der Stadt beantragen – das ging problemlos per Mail und die Unterlagen zur Unterschrift kommen per Post – perfekt! Dann noch das alte Gewerbe abmelden und fertig.
Ich habe mir einige Artikel auf den Seiten der beiden Händler ausgesucht und mit Amazon abgeglichen, dieses Mal jedoch unabhängig von meiner Bestandsliste. Anschließend habe ich die Verfügbarkeit der Artikel vorab per Mail angefragt – 2/3 davon waren Out of Stock….!? Die anfängliche Euphorie war also prompt futsch – ich hatte wirklich gute Artikel mit gutem BSR gefunden. Da ich definitv eine Bestellung absetzen wollte, um endlich etwas konkretes in Richtung FBA zu tun, habe ich dann einen Artikel beim Händler aus dem Ruhrgebiet bestellt. Meine Erstinvest Grenze von 100,00 Euro habe ich ebenfalls mit der ersten Bestellung eingehalten.
Resümee #2
Bestellte Artikel: 1
Investiert: 65,68 €
Ertrag: 0,00 €
Im nächsten Beitrag berichte ich über die erste Lieferung und das Versenden an Amazon.
Wenn dir mein Beitrag gefällt (wenn auch nicht 😉 ) oder du Fragen hast, hinterlasse gerne einen Kommentar.
Cheers,
Andreas


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